Herkömmliche Ja-Nein-Abstimmungen polarisieren und verstärken dadurch das Trennende und das Gegeneinander. Auch die meisten anderen Entscheidungsverfahren wirken nur scheinbar "gerecht". Das kann man am besten daran erkennen, dass bei gegebenen Vorlieben die verschiedenen Entscheidungsverfahren zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Das systemische Konsensieren ist ein Entscheidungsverfahren, das die Stimmen aller in maximalem Umfang berücksichtigt und dadurch Entscheidungen mit hoher Akzeptanz und Nachhaltigkeit ermöglicht.
Es bedingt systemisch, dass sich die Positionen einander annähern, und hebelt Machtmissbrauch aus. Es fördert bessere, konsensuale Lösungen. Die positiven Wirkkräfte der einzelnen werden maximal genutzt.
Dadurch ist es als demokratisches Instrument vielfältig nutzbar: In der Politik, in der Zivilgesellschaft, in Kommunen, aber auch in Unternehmen, wie auch privat (Beispiel Erbschaft, Wohnprojekte). Das systemische Konsensieren stärkt die Position von Minderheiten und die Integration aller. Das klingt utopisch, ist es aber nicht.
Wir halten das Systemische Konsensieren für eine ausgesprochen sinnvolle und innovative Methode mit einem hohen Potenzial zu gesellschaftlicher Veränderung. Daher hat sich der ZIMD-Vorstand 2011 zu SK-ModeratorInnen ausbilden lassen.