GUT-Guideline und Checklist

Im Projekt GUT (Gender & Diversity, Usability und Testing als Qualitätssicherung vom Aps und Websites) wurden  Guidelines und Checklists zur gender- und diversitygerechten Entwicklung von Apps entwickelt.

Software und Geräte werden vielfach von technikaffinen (jungen) Männern entwickelt, und es lässt sich beobachten, dass auch die meisten Usability-ExpertInnen sich an den Anforderun-gen technikbegeisterter NutzerInnen orientieren. Für sie werden Geräte und Software so einfach wie möglich gemacht, und Vorerfahrungen und Nutzungsgewohnheiten fließen in Form von Quasi-Standards dabei ein.
User/innen mit weniger oder anderen Vorerfahrungen oder Anforderungen schlagen sich dann mit Hard- und Software herum, die nicht für sie gemacht und daher umständlich und unintuitiv zu bedienen ist. Dass sie trotzdem gekauft wird, liegt daran, dass technikferne Menschen meist eher sich selbst die Schuld geben, wenn sich etwas nicht intuitiv handhaben lässt, als der Technik.
Wie sehr dieses Thema mit Gender & Diversity zu tun hat, zeigt sich im Beispiel der Spracherkennungssoftware, die zunächst mehrere Jahre lang nur mit Männerstimmen getestet wurde. Die zusätzliche Entwicklungszeit war aufwändig und teuer. Oder am Beispiel des Navigationssystem White Pearl, das TomTom mit ein bisschen Glimmer "frauentauglich" gemacht hat.

Anhand von vergleichender Analyse und Fallbeispielen aus der Praxis wurde die GUT-Guideline und drei Checklisten entwickelt, mit denen die einfache Bedienbarkeit von Websites und mobilen Applikationen, insbesondere unter Berücksichtigung von Gender & Diversity und Usability, im Bereich der Open Government Data Initiative - und darüber hinaus - sichergestellt werden kann.

GUT-Guideline (Teil A)

Erläuterungen zu Gender, Diversity, Usability und Testing von Apps und Websites

Teil A: GUT GUIDELINE (10 MB)

GUT Checklist (Teile B, C1 und C2)

Die GUT-Checklist besteht aus

GUT Usability-Testing (Teil D)

Anleitung zum Durchführen von Thinking Aloud Tests bei Mobile Devices und Websites

Teil D: GUT USABILITY TESTING (1,2 MB)

Projektlaufzeit: 1.10.2012 bis 31.10.2013.

Projektpartner: ZIMD.research, GUT Gender & Technik.

Fördergeber: Netidee (Internet Privatstiftung Austria), Bundesministerium für Frauen.

Projektwebsite: g-u-t.zimd.at