Gender Gap

Im technologischen Bereich gibt es nach wie vor einen enormen Gender Gap: Mädchen und Frauen interessieren sich im allgemeinen sehr viel weniger für Technik und Forschung.

Das ZIMD arbeitet seit 12 Jahren daran diesen Gap zu verringern. Erfolgreich:

  • Nach unseren Workshops können sich 80-100 Prozent der Mädchen eher vorstellen Technikerin oder Forscherin zu werden.
  • In Gymnasien konnte die Anzahl der Mädchen, die sich für den naturwissenschaftlichen Zweig entscheiden, fast verdreifacht werden.
  • Im TGM, der größten HTL Wiens, konnte die Anzahl der weiblichen Bewerberinnen in der Abteilung für Informationstechnologie verdreifacht werden. Der Abteilungsleiter führt das hauptsächlich auf unsere Workshops zurück.
  • In einer Pilotregion, in der wir versucht haben, für möglichst viele Mädchen sowohl in der Volksschule als auch in der Mittelschule einen Robotik-Workshop durchzuführen, führte die Personalleiterin eines Technologieunternehmens Einzelgespräche mit den SchülerInnen, und sagte danach zur Direktorin: "Mir kommt vor, in diesem Jahrgang sind die Mädchen interessierter an Technik als die Burschen!"

Es geht aber nicht nur um Workshops. Um Frauen und Mädchen für Technologie zu interessieren, ist es gut an vielen Ebenen ansetzen, zum Beispiel ...

  • Kommunikation - Interessante Themen wählen
  • Bewusstseinsbildung in der Organisation
  • Role Models schaffen / sichtbar machen
  • In Schulen und Hochschulen: Gender Didaktik
  • Prozesse hinterfragen, bes. Personaleinstellung
  • Arbeitszeitmodelle hinterfragen
  • Bei geringem Frauenanteil - Frauenräume schaffen, die auch angenommen werden
  • Sexismus bekämpfen
  • Kinderbetreuung anbieten und Väterkarenz fördern

Ui je, das tut weh? Muss es nicht. Organisationsentwicklung funktioniert am besten in sehr kleinen Schritten. Zum Beispiel in klar abgegrenzten Projekten, auf die alle stolz sein können.

Und manchmal ist es wichtig, zunächst herauszufinden, wo man eigentlich steht ...