zimd - Zentrum für Interaktion, Medien und soziale Diversität
zimd

Zentrum für Interaktion, Medien & soziale Diversität

 
 

Inhalte

 
| | Mehr
Druckversion

Rollensicherheit und Selbstvertrauen

Bedingungslose Annahme und Wertschätzung der Burschen mit all ihren Stärken und Schwächen eröffnet einen Raum zum Erwerb von gesundem Selbstvertrauen. Die Burschen lernen ihre Grenzen zu setzen und zu schützen sowie die Grenzen anderer zu respektieren. In Übungen, Spielen und Gesprächen lernen die Burschen ihre Ressourcen zu erkennen und kompetenter und verantwortungsvoller einzusetzen. Sie lernen, dass ihr Tun langfristig nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie fair und sozial handeln.

Friedliche Konfliktkompetenz

Konflikte sind eine notwendige und sinnvolle Begleiterscheinung des Lebens. Der kompetente Umgang mit Konflikten und gesteigerte Fähigkeiten zum friedlichen Streit für kreative und faire Konfliktlösungen und Kompromisse erspart den Burschen destruktive Formen des Auslebens von Aggressionen. Autoaggressionen werden thematisiert. Unbearbeitet führen sie zu somatischen und psychischen Krankheiten, wie Depressionen mit drastisch erhöhter Selbstmordneigung. Auch Aggressionsverschiebungen, die sonst zu anti-sozialem Verhalten der angehenden Männer führen, sind Thema. Anschließend werden individuell und sozial sinnvolle Verhaltensalternativen erarbeitet und Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Burschen eigene Wege zur Erweiterung und Sicherung der erworbenen Fähigkeiten gehen können.

Selbstbehauptung

Der gesellschaftsbedingte starke Konkurrenz- und Leistungsdruck auf Burschen schürt - häufig über Medien - problematische männliche Rollenvorbilder. Diese sozialen Modelle fördern die zunehmende Gewalt und Auto-Agression. Selbst sozial höchst kompetente und friedensfähige Burschen können von schlecht sozialisierten männlichen und weiblichen Wesen missbraucht und gewalttätig attackiert werden. Daher werden auch die Chancen und Gefahren von Kampf- und Selbstverteidigungstechniken für Burschen thematisiert und aufgezeigt.

Männliche Täter waren in ihrer Biografie immer auch Opfer und männliche Opfer werden deutlich öfter unbewusst zu Tätern gegen sich und ihre männliche oder weibliche Um- und Mitwelt. Dieser Kreislauf kann im Prinzip jederzeit durchschaut und häufig auch unterbrochen werden, je früher, desto einfacher. Burschen sollen auch erleben, wie sie oftmals subtilen, destruktiven weiblichen Verhaltensweisen entgehen können oder sie mit friedlichen Mitteln angemessen entschärfen. Die bessere Wahrnehmung von Gewalt ist eine Voraussetzung für gesteigerte Fähigkeiten zur Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Wege zum weiteren Training werden abschließend aufgezeigt, denn natürlich lernt Mann nie aus.

Berufsorientierung für eine technologisch, sozial und interkulturell dynamische Arbeits- und Lebenswelt

"Wie er geht und wie er spuckt, hat er vom Vater abgeguckt."

Vor dem Hintergrund sich verändernder Anforderungen an die Geschlechterrollen ändern sich auch die beruflichen Möglichkeiten und die Herausforderungen an die Burschen. Die tradierten männlichen Berufsbilder sind immer inadäquater und müssen neu gedacht werden. Dadurch ändern sich auch die berufspädagogischen Anforderungen.

Die Vermittlung von Kompetenzen bei der Berufs- und Lebensplanung und die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung orientiert sich an einem erweiterten Arbeitsbegriff der auch Hausarbeit und soziale Nichterwerbs- und Eigenarbeit reflektiert. Arbeit wird so aus männlicher Perspektive umfassend und sozial verantwortlich und in ihrer offenen Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten betrachtet.

Die Trainer arbeiten in diesem Modul geschlechtsreflektiert, mit burschengerechten Methoden zum Thema Berufsorientierung und Lebensplanung. Männliche Freiheit, Würde und Verantwortung wird thematisiert. Der gesellschaftliche als auch der persönliche Rahmen der Buben und Burschen beim Eintritt in neue Lebensphasen findet besondere Beachtung:

  • Welche Anforderungen stellt Arbeit an die Burschen?
  • Welche vielfältigen positiven Lebensentwürfe sind vorstellbar?
  • Wie erleben die Jungen den Arbeitmarkt und wie können sie darauf reagieren?
Das will ich unterstützen ...
Flattr this