zimd - Zentrum für Interaktion, Medien und soziale Diversität
zimd

Zentrum für Interaktion, Medien & soziale Diversität

 
 

Hintergründe

 
| | Mehr
Druckversion

Seit 2006 führt das ZIMD in Schulen sowohl Roberta-Workshops als auch Anders cool! Burschentrainings durch. Dabei hat sich sehr deutlich gezeigt, dass für Mädchen sehr viele Angebote vorhanden sind, während die Burschen in dieser Zeit meistens normalen Unterricht haben, da es für sie praktisch keine Angebote gibt.

Die Ursachen dafür liegen vor allem in einer unterschiedlichen Förderung von Mädchen und Buben, die angesichts der gesellschaftlichen Benachteiligung von Frauen zunächst sehr sinnvoll erscheint. Es erweist sich aber bei näherer Betrachtung, dass die reine Förderung von Mädchen in den für sie wichtigen Bereichen (Beispiel Technik) und die Vernachlässigung von Buben in den Bereichen, die für sie wichtig wären (Sozialkompetenz, männliche Identität, Konfliktlösung) ein recht kurzsichtiger Ansatz ist. Die enorme Chance zu buben- und burschengerechter Erziehung und Unterrichtsarbeit wird in der Regel nicht genutzt.

Das ZIMD versucht daher schon seit längerem, ein ressourcenstärkendes Angebot für Buben bzw. Burschen zu entwickeln, das einfach und relativ unaufwändig zu realisieren ist. Da die Burschen ihren Hauptbedarf in männlicher Identitätsfindung und friedlicher Konfliktlösung haben, sollte der Vorschlag diese Themen aufgreifen und für die Buben die Möglichkeit bieten, sich damit auseinander zu setzen. Darüber hinaus sollte der Vorschlag auch für die Lehrerinnen und Lehrer einfach handhabbar, und parallel zu jedweden Mädchen-Workshops durchführbar sein.

Schulische Buben- und Burschenarbeit ist heute gefragt als

  • Parallelangebot, wenn spezielle Angebote für Mädchen stattfinden (Robotik, Selbstverteidigung, Berufsorientierung)
  • Krisenintervention, wenn männliche Schüler in Klassen den Unterricht beeinträchtigen oder verhindern
  • Präventionsarbeit, damit Buben und Burschen besser sozialisiert werden; zur partnerschaftlichen Berufs- und Lebensplanung befähigt werden; friedliche Konfliktlösung erlernen; gesünder, suchtfreier, sexuell reifer leben lernen etc.

Die Feminisierung des Bildungswesens unterhalb der Hochschulprofessuren im nicht technisch-naturwissenschaftlichen Bereich und vor allem die extrem verschärfte Frauentaubheit der Buben und Burschen vor und in der Pubertät sind weitere gute Gründe für die Entwicklung eines solchen Angebots.

Das will ich unterstützen ...
Flattr this