Beispiele

SK-Moderation Erbschaft

Alle einig! Alle Kärtchen zeigen Null Ablehnung.

Mitgliedsbeitrag

Bei einer mittelgroßen NGO ging es Jahr für jahr bei jeder Generalversammlung um das Thema Mitgliedsbeiträge. Sollten welche eingeführt werden oder nicht? Was sprach dafür, was dagegen? Argumente wurden gesammelt und letztlich das Thema immer wieder vertagt.

Bei der letzten Generalversammlung schlugen wir vor, das Thema mittels Systemischem Konsensieren zu behandeln. Vorschläge wurden gesammelt, bewertet, verändert und wieder bewertet. In insgesamt einer halben Stunde wurde eine stabile Lösung gefunden mit der alle einverstanden sind.

Volksbefragung

Ein Investor hat ein mehrere 1000 m² großes Grundstück in einem Wiener Gemeindebezirk erworben und will es bebauen. Dafür ist eine Umwidmung des Grundstücks nötig. Die Politik will diese Umwidmung nur erteilen, wenn gesichert ist, dass das geplante Bauvorhaben von den Bewohnern des Bezirks nicht abgelehnt wird.

Der Bauträger wurde von diesem Beschluss der Politik informiert und hat inzwischen mehrere Alternativen der Bebauung ins Auge gefasst. Mithilfe des Onlinesystems für Systemisches Konsensieren soll einerseits die Bevölkerung des Bezirks Gelegenheit erhalten, selbst weitere Alternativen vorzuschlagen, als auch soll die Akzeptanz der einzelnen Alternativen erhoben werden.

Projekt gemeinsames Wohnen

In einem Projekt "gemeinsames Wohnen" von etwa 60 Familien hatten sich schwer wiegende Unstimmigkeiten bei der Abgrenzung zwischen den Wünschen nach baulichen Veränderungen einzelner und dem Gemeinschaftsanliegen aller ergeben. Versuche, das Problem mit herkömmlichen Methoden zu lösen, hatten zu zunehmend gespannter Stimmung im Projekt geführt.

In diesem Stadium entschloss man sich, das Problem mittels Systemischem Konsensierens zu lösen. Nach einem Einführungsseminar wurde das Problem in vier aufeinander folgenden Vollversammlungen mit jeweils eineinhalb Stunden Dauer behandelt. Danach hatte man einen Maßnahmenkatalog von 17 Maßnahmen über der Nulllösung ("alles bleibt, wie es ist") ausgearbeitet, deren jede eine Akzeptanz von mehr als 50% hatte, die beste davon beinahe 80%.

Die Gruppe ist dabei, die erarbeiteten Maßnahmen umzusetzen, der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Unabhängig davon erklärte die Projektleiterin uns gegenüber: "Das ursprüngliche Konfliktpotenzial ist entschärft."

Familienkonflikt

Eine Familie hatte drei Wochen lang vergeblich versucht, sich auf Zeit, Form und Ort einer gemeinsamen Weihnachtsfeier zu einigen. Nach dem Entschluss, es mithilfe des SK-Prinzips zu versuchen, war die Lösung innerhalb einer einzigen Stunde gefunden.

Hochschule

Eine Hochschule hatte das Problem, dass in einem Jahr plötzlich mehr als doppelt so viele nicht-deutschsprachige Studierende ein Studium beginnen wollten. Aus insgesamt 35 Personen wurden mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die Lösungsvorschläge ausarbeiteten. Über die Vorschläge wurde abgestimmt, die Vorschläge erhielten aber alle relativ wenige Stimmen. Bei der daraufhin durchgeführten Stichwahl gab es mehr als ein Drittel Enthaltungen.

In dieser Situation wurde ISYKONSENS gerufen. Zur Vorbereitung der SK-Moderation wurden die Beteiligten gebeten, ihre Widerstandsstimmen zu den Vorschlägen inklusive Null-Lösung abzugeben.

Nur zwei Vorschläge lagen über der Null-Lösung. Den Beteiligten war sofort klar, dass alle anderen Vorschläge nicht in Betracht kommen. Die beiden erstgereihteen Vorschläge wurden beide realisiert.

Interessanterweise war der frühere Sieger-Vorschlag der Ja-Nein-Abstimmung in der Konsens-Bewertung der letztgereihte.